Wolturnus wird Exoskelette herstellen

Ein neues dänisches Projekt soll älteren und geschwächten Mitmenschen zu mehr Aktivität und Selbstständigkeit verhelfen. Wolturnus arbeitet momentan, unteranderem gemeinsam mit der Aalborg Universität, an der Entwicklung roboter-inspirierter Hilfsmittel.

Ziel ist es eine Technologie zu entwickeln, die der steigenden Anzahl Älterer in der Gesellschaft mehr eigenverantwortliches und selbständiges Handeln ermöglicht. Das neu ins Leben gerufene Projekt forciert die Produktion von Exoskeletten, die sowohl zu Einsparungen im Bereich der Altenpflege sowie den Export von dänischer Technologie führen soll.

Forscher des Instituts für Mechanik und Produktion der Aalborg Universität haben sich bereits seit längerem mit der Herstellung von Exoskeletten beschäftigt. Im Rahmen des sogenannten „EXO-Aider“-Projekts, sollen Roboter-Prototypen aus den Laboren, Einzug in die Gesellschaft finden.

Die Exoskelette, die bereits auf dem Markt zu finden sind, wurden in der Regel für den Unterkörper entwickelt. Mit dem „EXO-Aider“-Projekt sollen Hilfsmittel für die Stärkung des Oberkörpes sowie das Entlasten der Schultern und Ellbogen entwickelt werden. Mit Hilfe der Sensorentechnologie soll so das Greifen sowie Anheben der Arme erleichtert werden. Gleichzeitig sollen die Komponenten sowohl kleiner werden, als auch leichter im Alltag anzuwenden sein.

Für Wolturnus stellt das Projekt eine natürliche Erweiterung der lokalen, bereits seit 15 Jahren laufenden, Produktion von Rollstühlen, Sportrollstühlen und Handbikes dar. Entwicklungschef Christian Gammelgaard Olesen sieht hier neue Möglichkeiten, sowohl für Ältere als auch für Rollstuhlnutzer:

„Wolturnus beteiligt sich am Projekt, da ein Exoskelett für den Oberkörper, Rollstuhlnutzern das tägliche Umsetzen erleichtert, sei es vom Rollstuhl auf die Toilette und zurück oder vom Rollstuhl ins Auto und zurück. Das Potential einer besonders leichten, speziell angepassten Version eines Oberkörper-Exoskeletts ist sehr groß.“

Wolturnus wird Kenntnisse im Hinblick auf Verletzungen und physische Verschleißerscheinungen sowie Bewegungsmuster beisteuern und das Exoskelett in Nibe herstellen, sobald die Prototypen alle Tests durchlaufen haben.

Foto: Shaopnig Bai/ Scanpix